Ritterschänke
Beschreibung der Ritterschänke am Tag des offenen Denkmals 2023
Fränkisches Haus mit Brunnenpumpe, Mauern aus ungebrannten Lehmsteinen mit Stroh vermischt, Decke aus Holzbalken, Front verkleidet mit Natursteinen. Gewölbekeller unter dem Haus. Hof ist mit Kopfsteinpflastern belegt. Die ehemalige Scheune hat Teilfachwerk, Bleiglasfenster und ist mit Steinplatten ausgelegt.
In der Ritterschänke befinden sich noch Relikte und sakrale Gegenstände des Christusordens.
VeranstaltungenAdventssingen am 22. Dezember 2025 um 18 Uhrin der Ritterschänke Mainzer Strasse 24, SaulheimDie Ritterschänke zu Saulheim, Mainzer Strasse 24, möchte die Erinnerung an den Christusorden bewahren und Geschichte für jedermann erlebbar machen. Als Kulturgut mit Tradition verfügt sie über 50 Sitzplätze und wir stellen sie gerne auf Anfrage der Öffentlichkeit zur Verfügung.Geschichte des Ritter HundtJeder in Saulheim kennt ihn – doch kaum einer kann seine Geschichte erzählen. Die meisten wissen, dass Ritter Hundt sehr gerne Wein getrunken hat, auch sehr gerne in rauen Mengen. Doch da hört die Geschichte für die meisten schon auf. Gesungen wird das Lied vom Ritter Hundt bei besonderen Anlässen trotzdem. Jetzt ist es an der Zeit, das Geschichtswissen aufzufrischen. Die Saulheimer hatten in ihrem Dorf viele ehrenwerte Ritter, doch der trinkfreudigste muss ihnen am sympathischsten gewesen sein. Oder zumindest ist er ihnen in Erinnerung geblieben. Die erste urkundliche Nennung eines „Hundts von Sowelheim“ geht auf eine Urkunde von 1311 zurück. Um 1500 muss es allerdings gewesen sein, als der denkwürdigste Hundt alle unter den Tisch trank. Wau wau? Was soll dieses Gebell im Lied? Also mit dem „besten Freund des Menschen“ hat der Ritter absolut gar nichts zu tun. Der Name soll von der germanischen „Hundertschaft“ stammen. Eine Hundertschaft , das waren hundert wehrfähige Männer, die zum „Hundsding“ (heute: Thing) eilten, also zum Gericht. Der Vorsteher dieser Körperschaft soll „Hund“ genannt worden sein. Das erklärt den Namen.
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